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Der World Beer Cup - kurz erklärt

Der größte Bierwettbewerb der Welt ist der World Beer Cup. Alle zwei Jahre wird er von der Association of Brewers, dem Zusammenschluss der kleinen und mittleren Brauereien in den USA, in den Staaten ausgerichtet.

1996 ging es los, als der Wettbewerb ins Leben gerufen wurde. Selbst damals warfen schon über 200 Brauereien ihren Hut in den Ring. Dass man in den Jahren darauf etwas gewachsen ist, zeigen die Zahlen von heute. In über 100 Kategorien messen sich heute über 2500 Brauereien mit über 8000 Bieren – gigantische Zahlen. 66 Länder nahmen 2018 teil. Natürlich müssen die vielen verschiedenen Biere auch bewertet werden – dafür sorgten 2018 fast 300 Jurymitglieder aus 33 unterschiedlichen Ländern. Welche Bedeutung der Wettbewerb mittlerweile auch in Deutschland hat, zeigt die Teilnehmerzahl der Brauereien: Über 80 deutsche Braustätten waren beim World Beer Cup 2018 registriert, unter anderem natürlich auch die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan.

Zu den Auszeichnungen: Medaillen gibt es, sobald die Biere gewisse Anforderungen erfüllt haben. Kurz umrissen geht Bronze an Biere, die leicht vom Stil abweichen, vielleicht sogar kleine Makel haben, aber im Großen und Ganzen noch als beispielhaft gelten. Silber gibt es, wenn das Bier exzellent ist, den Stil fast zur Gänze trifft und bei dem Geschmack und Erscheinungsbild passen. Für Gold muss das Bier ein absolutes Musterbeispiel sein: Ein „weltklasse“ Bier, so heißt es seitens der Veranstalter, das alle Parameter perfekt erfüllt – dann gibt’s die besten Noten dafür.

So eine Goldmedaille hat in den vergangenen Jahren zum Beispiel unser Hefeweißbier abgestaubt: 2016 wurde das Bier mit höchsten Würden ausgezeichnet. Es ist alles andere als einfach, Gold zu erhalten. Das zeigt ein Blick auf die Kriterien, nach denen die Jurymitglieder ausgewählt werden. Denn nicht alles, was sich Bierexperte nennt, darf hier seine Stimme einbringen. Man muss nachweislich Sensorikschulungen absolviert haben, auf diesem Feld große Erfahrung besitzen, in der Brauwelt anerkannt sein, sich in Bierstilen und Brauprozessen auskennen und Juryerfahrung haben. Kriterien, die man erst einmal erfüllen muss.