Weihenstephaner Logo klein
Weihenstephaner - Unsere Biere

Der Weihenstephaner Brauprozess

Bayern ist in der ganzen Welt bekannt für sein höchstes Kulturgut – das Bier. Brauen ist unser Handwerk, und das seit fast 1000 Jahren. Zwar hat auch im Brauwesen High-Tech Einzug gehalten, aber am eigentlichen Brauvorgang hat sich nichts geändert. Unser Flaggschiff ist das Hefeweißbier. Aber auch alle anderen Sorten laden zum Genießen ein. Über 130 Mitarbeiter sorgen jeden Tag in Weihenstephan dafür, dass das Bier in bester Qualität hergestellt und in die Welt hinaus gebracht wird.

Das Sudhaus

Aus Gersten-/Weizenmalz und Brauwasser stellen wir zunächst die Biermaische her. Diese wird geläutert, also von ihren festen Bestandteilen befreit. So entsteht die Würze, der Grundstoff des Bieres. Die Würze bringen wir im Sudhaus zum Kochen und geben ihr dabei Hopfen zu. Dabei ist die Kunst des Brauers besonders gefordert, denn hier entscheidet sich der Geschmack des Bieres.

Der Gärkeller

Nach dem Sud wird die Würze von festen Hopfen- und Eiweißbestandteilen getrennt und auf 10 Grad gekühlt, bevor die Kulturhefe zugesetzt wird. Im Gärkeller gärt die Würze jetzt vor sich hin, Alkohol und Kohlensäure entstehen und wenn dieser Prozeß beendet ist, erhalten wir das so genannte Jungbier.

Der Lagerkeller

In unseren Lagerkellern, 15 Meter unter dem Klostergarten, geben wir dem Bier nun Gelegenheit, sich von den Strapazen des Brauens zu erholen und in aller Ruhe zu reifen. Nach etwa dreißig Tagen hat sich das unreife Jungbier dann zu einem… nein, nicht Altbier, sondern einem ausgereiften, herrlich frischen Weihenstephaner Bier entwickelt.

Die Filteranlage

Jetzt wird es in unserer hochmodernen Filteranlage von Trübstoffen wie Eiweiß und Hefe befreit (bei unseren naturtrüben Weißbierspezialitäten entfällt dieser Schritt natürlich), ehe es endlich abfüllbereit ist.

Fass- und Flaschenkeller

Nachdem das Bier den Flaschenkeller passiert hat, wo die Flaschen etikettiert und verpackt und Fass- und Flaschenpaletten vollautomatisch aufgeschichtet werden, ist es endlich bereit für Sie, den Biergenießer.

Das Glas - Prost!

Nach dem Lesen dieser Zeilen können Sie sicher bestätigen, dass beim Bierbrauen Handwerk und Kunst miteinander verschmelzen. Spätestens jedoch nach dem Genuss Ihres nächsten kühlen Weihenstephaner Bieres. Prost!

Qualitätskontrolle

Zusammenarbeit mit dem Harvard der Braukunst
Um den Qualitätsstandard “Premium Bavaricum” zu erreichen, bedient sich die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan bei den ständigen Qualitätskontrollen der so genannten Stufenkontrolle. Das heißt, dass wir von den eingehenden Rohstoffen bis zum fertigen Bier nach einem festgelegten Schema Proben entnehmen. Diese werden zum großen Teil bei dem Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität analysiert. Zusätzlich lassen wir auch noch Sonderproben von dem in Weihenstephan ansässigen Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie der Technischen Universität München durchführen. Dort findet im Rahmen von Verkostungen auch die qualitative Endkontrolle jeder abgefüllten Charge statt. Farbe, Duft, Konsistenz des Schaums und natürlich auch der Geschmack des Bieres werden von den Bierexperten und ihren unbestechlichen Sinnen getestet, und erst wenn sie ihr O.K. geben, wissen wir, dass uns wieder ein “Premium Bavaricum” gelungen ist.

Hopfen, das Herz des Bieres

Unser Hopfen kommt aus der Hallertau, nördlich von Weihenstephan. Hier, im größten Hopfenanbaugebiet der Welt, versteht man sich seit Jahrhunderten auf den komplizierten Hopfenanbau. Unsere Braumeister machen sich persönlich auf den Weg, um bereits vor Ort die frisch geernteten Hopfendolden zu begutachten und zu entscheiden, ob sie Weihenstephaner Ansprüchen genügen.

Gerste, eine Frage der Ähre

“Das Malz ist die Seele des Bieres”, heißt es in Brauerkreisen. Seine Qualität und Art bestimmen fast alle Eigenschaften des Gerstensaftes: Farbe, Geruch und Geschmack. Unser erstklassiges Getreide stammt aus bayerischem Anbau und wird in Mälzereien nach unseren Vorgaben zu erstklassigem Braumalz verarbeitet, das vor Verwendung von Experten der Bayerischen Prüf- und Versuchsanstalt in Weihenstephan kontrolliert wird.

Wasser, das reinste Vergnügen

Nicht jedes Wasser eignet sich zum Brauen. Es muss weich sein, das heißt, nur geringe Mengen an Salzen, Gips und Kalk enthalten, und Trinkwasserqualität besitzen. Unser Brauwasser, das wir aus Tiefbrunnen einer nahen Feuchtwiesenlandschaft gewinnen und das stets kontrolliert wird, erfüllt diesen Anspruch.

Hefe, die bayerische Hochkultur

Unsere reinen obergärigen und untergärigen Hefen züchten wir in brauereieigenen Anlagen. Damit stellen wir sicher, dass uns ständig frische Reinzuchthefe bester Qualität zur Verfügung steht. Die Hefestämme, aus denen wir die Brauhefe aufziehen, sind in der Hefebank der Technischen Universität Weihenstephan hinterlegt, wo sie einer ständigen Kontrolle unterzogen werden.