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Brauerlehrlinge beim „Hopfazupfa“

v.l. Hopfenbäuerin Evi Rieger mit den Auszubildenden Felix Färber, Erik Boden, Tobias Zollo (1. Braumeister), Nina Mandl, Karl Schäftlmeier, Steffen Rieger und Saad Abdallah.

Für die Lehrlinge der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan stand, als Teil der Ausbildung zum „Brauer und Mälzer“,  letzte Woche  auch die praktische Erfahrung beim Hopfenzupfen auf dem Lehrplan. Die sechs angehenden Brauer und Mälzer machten sich mit dem 1. Braumeister, Tobias Zollo, auf den Weg in die nahe gelegene Hallertau, um auf dem Hopfenbaubetrieb der Familie Rieger, in Pfettrach/Attenkirchen, die Hopfenernte auch vor Ort mit zu erleben.

Dort wurde den Lehrlingen des 1.-3. Ausbildungsjahres  von Evi und Gerhard Rieger, deren Familienbetrieb bereits seit über 50 Jahren die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan mit Hopfen beliefert,  das theoretische und praktische Wissen über den Hopfen und das „Hopfazupfa“ (die Hopfenernte) vermittelt.  Natürlich durften die Auszubildenden auch selber anpacken und an jeder Station, wie dem Einhängen der Reben an der Pflückmaschine, dem Befüllen der Hopfendarre sowie auch beim „Hopfenpressen“, dem Verpacken des gepflückten und getrockneten Hopfens in die Hopfensäcke,  tatkräftig mithelfen.

 „Es ist keineswegs selbstverständlich in der Ausbildung  bei der Hopfenernte mit zu arbeiten. Uns ist  es wichtig, dass die Lehrlinge über den Tellerrand hinaus blicken und sehen, woher unsere Rohstoffe kommen und wie diese verarbeitet werden“ , erklärt Tobias Zollo,  1. Braumeister der Brauerei Weihenstephan.

Nach acht Stunden Hopfenarbeit auf dem Feld und am Hof, waren alle Auszubildenden erschöpft, aber um viele Erfahrungen reicher.

„Es war sehr interessant und abwechslungsreich die Hopfenernte vor Ort mit zu erleben und auch selbst mit anzupacken“ , resümiert Karl Schäftlmeier, Auszubildender im 2. Lehrjahr.